Die Haushaltsversicherung schützt zwei Dinge auf einmal: alles was in Ihrer Wohnung steht (Hausrat) und Schäden die Sie anderen versehentlich zufügen (Privathaftpflicht). Für Mieter wie Eigentumswohnungs-Besitzer.
Bevor Sie irgendeinen Tarif unterschreiben, sollten Sie diese drei Punkte im Kopf haben. Sonst stehen Sie im Schaden mit leeren Händen da.
Faustregel: 650 bis 700 € pro m² Wohnfläche bei normaler Ausstattung. Wer zu niedrig ansetzt, bekommt im Schaden nur einen Teil ausgezahlt. das nennt man Quotelung. Lieber einmal richtig messen als jahrelang zu wenig versichert sein.
Jeder Schaden an Ihren Möbeln, jede gestohlene Sache, jeder Wasserschaden den SIE verursachen. Die Hausverwaltung deckt nur die Substanz. Boden, Wände, Leitungen. Alles andere ist Ihre Sache. Und kann teuer werden.
Meist schon inkludiert. Greift bei allem, was Sie anderen versehentlich antun: Wasserschaden beim Nachbarn unten, Ihr Kind reißt im Möbelhaus eine Vase um, Sie laufen jemandem im Park rein. Ohne diesen Schutz haften Sie privat mit Ihrem ganzen Vermögen.
Sechs Schadensfälle, die in Wiener Wohnungen wirklich passieren. Und welcher Teil der Haushaltsversicherung dafür zahlt. So sehen Sie schnell, ob Ihr Schutz reicht.
Klassischer Einbruchdiebstahl. Der Hausrat-Teil zahlt. Möbel, Elektronik, Kleidung, Wertsachen bis zur vereinbarten Summe. Wichtig: Polizei sofort, Anzeige mitnehmen. Und: Die Versicherung will eine Stehlgut-Liste mit Anschaffungswerten sehen.
Hausrat · EinbruchdiebstahlDoppelter Fall: Hausrat zahlt Ihren Boden und Ihre durchnässten Möbel, die Privathaftpflicht den Schaden beim Nachbarn (Decke, Möbel, Tapeten). Genau für diese Konstellation ist die Versicherung gemacht.
Hausrat + PrivathaftpflichtBrandschaden im Hausrat. Gedeckt sind verbrannte Möbel und Sachen, und auch die Aufräum- und Reinigungskosten: Brandgeruch aus Textilien, Rußentfernung, Entsorgung. Die kommen schnell auf mehrere Tausend Euro.
Hausrat · BrandNaturgewalt. Sturm, Hagel, Schneedruck, wenn das Fenster aufgedrückt wird, ersetzt die Versicherung den Hausrat-Schaden in der Wohnung. Balkon-Sachen sind über die Außenversicherung mitgedeckt, wenn das im Tarif drin ist.
Hausrat · NaturgewaltGeht. aber nur mit der richtigen Klausel. Standardmäßig sind Fahrräder oft nur bis 1.000 € pauschal gedeckt. Bei einem teureren Rad oder E-Bike braucht es eine extra Fahrrad-Klausel. Sonst zahlt die Versicherung nur einen Bruchteil.
Hausrat · mit KlauselPrivathaftpflicht. Sie haben den Schaden fahrlässig verursacht, die Versicherung zahlt dem Nachbarn den Schaden an Decke, Möbeln, Boden. Ohne diesen Schutz wäre das Ihre private Rechnung, leicht fünfstellig.
PrivathaftpflichtWas ich meinen Kunden empfehle, bevor sie unterschreiben, und was die meisten Tarife im Standard nicht haben.
Klingt trivial, ist aber der häufigste Fehler. Wer 75 m² angibt obwohl es 92 m² sind, ist unterversichert. Im Schaden bekommen Sie dann nur den Anteil ausgezahlt, der Ihrer angegebenen Größe entspricht, nicht den vollen Schaden.
Standard-Tarife decken Fahrräder oft nur pauschal, meist bis 1.000 €. Wer ein E-Bike um 3.500 € fährt oder mehrere Räder hat, braucht eine separate Klausel. Sonst steht im Schaden ein dreistelliger Betrag auf dem Auszug, wo Sie einen vierstelligen erwartet hätten.
Schmuck, Uhren, Kunst, ab einer gewissen Summe gibt es ein Pauschal-Limit. Wer eine Uhrensammlung oder ein Bild im sechsstelligen Bereich hat, sollte das einzeln mit Foto und Wertgutachten in den Vertrag aufnehmen lassen. Sonst zahlt die Versicherung nur die Pauschale.
Was, wenn ein Koffer mit Inhalt im Urlaub aus dem Hotelzimmer verschwindet? Oder das Notebook im Café? Gute Tarife haben eine Außenversicherung, die Hausrat auch unterwegs schützt, meist bis zu einer bestimmten Summe und für eine bestimmte Dauer. Im günstigsten Tarif fehlt das oft.
Wenn Sie nicht alleine wohnen, lohnt sich die Familien-Variante der Privathaftpflicht. Damit sind Partner und Kinder mitversichert. auch wenn die Kinder im Urlaub bei den Großeltern sind und dort etwas anstellen.
Kinder unter 7 Jahren sind in Österreich rechtlich nicht haftbar. Heißt: Wenn der Dreijährige den Fernseher beim Nachbarn umwirft, muss Ihre Versicherung nicht zahlen. Außer in der Polizze steht ausdrücklich eine Kulanz-Klausel für deliktsunfähige Kinder. Diesen Punkt vergessen 9 von 10 Maklern.
Was in Österreich „Haushaltsversicherung" heißt, sind eigentlich zwei Schutzverträge in einem: Hausrat für alles, was in Ihrer Wohnung steht, und Privathaftpflicht für alles, was Sie anderen versehentlich antun. Beides zusammen in einem Vertrag, eine Prämie, ein Ansprechpartner.
Schützt alles, was in Ihrer Wohnung steht oder hängt. Ersetzt zum Neuwert, nicht zum aktuellen Zeitwert.
Greift, wenn Sie privat jemandem versehentlich Schaden zufügen, körperlich oder an seinem Eigentum.
Die Haushaltsversicherung deckt immer Ihren Hausrat und Ihre Privathaftpflicht. Was sie nicht deckt, ist die Substanz des Gebäudes, also Wände, Boden, Leitungen, Dach. Dafür ist je nach Wohnform jemand anderes zuständig.
Als Mieter: für die Substanz haftet der Vermieter. Sie versichern nur Ihre Sachen + Ihre Haftpflicht.
Als Eigentumswohnungs-Besitzer: die Gemeinschaftsteile (Stiegenhaus, Dach, Fassade) deckt die Wohngebäude-Versicherung der Eigentümergemeinschaft. Sie zahlen anteilig in der Hausverwaltungs-Abrechnung mit.
„Ist eh nicht so viel weg". und alles wegräumen, bevor Polizei und Versicherung den Tatort gesehen haben. Ohne Tatortbild und ohne dokumentierten Schaden bleibt im Schlimmsten keine Auszahlung.
Wenn Sie über mich versichert sind: Anrufen vor dem Aufräumen. Ich sage Ihnen, was Sie wann tun müssen, und übernehme die Kommunikation mit Ihrer Versicherung.
Ja, und zwar dringend. Der Vermieter haftet nur für die Substanz: Wände, Boden, Leitungen. Alles andere ist Ihre Sache: Möbel, Elektronik, Kleidung, Wertsachen. Und wenn Sie selbst einen Schaden in der Wohnung oder bei Nachbarn verursachen, zahlen Sie ohne Versicherung privat.
Ein Wasserschaden zerstört schnell mehrere Zehntausend Euro an Möbeln und Boden. Das macht keiner aus dem Sparbuch.
Die Haushaltsversicherung deckt Ihren Hausrat (Möbel, Sachen) plus Privathaftpflicht. Die Eigenheim- oder Wohngebäude-Versicherung deckt das Gebäude selbst. Mauern, Dach, Heizung, Leitungen.
Wer ein Haus besitzt, braucht beides. Wer in Miete wohnt, nur die Haushaltsversicherung. Wer eine Eigentumswohnung hat, in der Regel nur die Haushalt, die Substanz läuft über die Eigentümergemeinschaft.
Faustregel: 650 bis 700 € pro m² Wohnfläche bei normaler Ausstattung. Bei sehr hochwertiger Ausstattung (Designermöbel, viel Elektronik, große Garderobe) entsprechend mehr, teils bis 900 € pro m².
Wichtig: Lieber etwas mehr als zu wenig. Wer unterversichert ist, bekommt im Schaden nur einen Anteil ausgezahlt, selbst wenn der konkrete Schaden unterhalb der vereinbarten Summe liegt. Diesen Punkt rechne ich mit Ihnen gemeinsam durch.
Bis zu einem Pauschal-Limit ja, meist ein bestimmter Prozentsatz der Versicherungssumme. Darüber hinaus müssen Schmuck, Uhren, Kunst, Bargeld einzeln deklariert werden, am besten mit Foto und Wertnachweis.
Wenn Sie Wertsachen über mehrere Tausend Euro besitzen, lassen Sie das in den Vertrag aufnehmen. Sonst werden im Diebstahl-Fall pauschal nur ein paar Tausend Euro bezahlt . egal wie hoch der tatsächliche Wert war.
Im Standard-Tarif meist nur pauschal, oft bis 1.000 €. Bei einem teureren Rad, mehreren Rädern oder einem E-Bike braucht es eine extra Fahrrad-Klausel, die die Räder bis zu ihrem tatsächlichen Wert deckt.
Wichtig: Rad muss versperrt sein, sonst zahlt die Versicherung den Diebstahl gar nicht. Und: Rahmennummer und Fotos sollten Sie zuhause griffbereit haben.
Glasbruch ist nicht automatisch in jeder Haushaltsversicherung enthalten, sondern oft eine eigene Klausel. Gedeckt sind dann Verglasungen wie Fenster, Türen, Glastische, Ceran-Felder.
Lohnt sich vor allem bei viel Glas in der Wohnung (Glasduschen, Designertische, große Fensterfronten). Bei Standard-Wohnungen oft verzichtbar.
Schimmel ist generell nicht über die Haushaltsversicherung gedeckt, er entsteht meist langsam, durch falsches Lüften oder Bauschaden. Das ist Sache des Vermieters bzw. der Eigentümergemeinschaft.
Ausnahme: Schimmel als Folge eines plötzlichen Wasserschadens, der über die Hausrat-Versicherung läuft, dann ist die Folgereinigung meist mit drin. Sonst zahlt Ihre Versicherung für Schimmel nicht.
In einer WG braucht jeder Mitbewohner sinnvollerweise eine eigene Haushaltsversicherung, oder eine Polizze deckt explizit alle Mitbewohner mit ihren Sachen. Pauschal alles über einen Vertrag laufen zu lassen ist meist heikel.
Bei Untermiete: der Hauptmieter sollte das der Versicherung melden. Sonst kann es im Schadensfall Ärger geben, weil die Personenkonstellation nicht stimmt. Ich kläre das im Vertrag mit ab.
Der Vertrag läuft beim Umzug einfach weiter . Sie melden die neue Adresse und die neue Wohnfläche. Wichtig: m² neu prüfen, weil sich die Versicherungssumme anpasst.
Während des Umzugs sind Ihre Sachen meist auch unterwegs mitversichert (Außenversicherung). Sicherheitshalber kurz vorher melden, dann ist alles dokumentiert, wenn beim Transport was passiert.
Wir gehen Ihre Wohnung gemeinsam durch: m², Ausstattungs-Niveau, Wertgegenstände, Räder. Plus die wichtigen Klauseln. Familienpolizze, deliktsunfähige Kinder, Fahrrad-Schutz, Außenversicherung. So sind Sie weder unter- noch überversichert.
Sie rufen mich an, ich übernehme die Kommunikation mit Ihrer Versicherung. Ich sage Ihnen, was Sie wann tun müssen, vor allem im chaotischen ersten Tag nach Wasserschaden oder Einbruch. Keine Hotline, keine Warteschleife.
Ich rechne mit Ihnen die richtige Summe pro m² durch und prüfe, welche Klauseln Ihre aktuelle Polizze braucht. Kostenlos, unverbindlich.
Eine Sparte, ein Ansprechpartner, ich.