Die staatliche Pension allein wird für die meisten Österreicher nicht reichen. Die Pensionslücke ist eine der größten finanziellen Herausforderungen, und eine der einfachsten zu lösen, wenn man früh genug anfängt.
Bevor Sie Produkte vergleichen, sollten Sie diese drei Punkte verstanden haben. Der Rest fällt dann leicht.
30 Jahre lang 200 € monatlich anzulegen ergibt deutlich mehr als 15 Jahre lang 400 €. bei gleichem Gesamtaufwand. Der Zinseszins-Effekt arbeitet für Sie, aber nur wenn Sie ihm Zeit geben. Früh starten ist alles.
Klassische Sparprodukte verlieren über 30 Jahre real an Wert. Was heute 1.000 € sind, sind 2056 nur noch ca. 550 € wert. Vorsorge muss inflationsgeschützt aufgesetzt sein, sonst sparen Sie sich arm.
Die Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge (PZV) bringt 4,25 – 5,25 % staatliche Prämie zusätzlich zu Ihrer Sparrate, und ist KESt-frei. Wer das nicht nutzt, verschenkt jedes Jahr ein paar hundert Euro.
Sechs typische Ausgangslagen, und welche Vorsorge-Form in der jeweiligen Situation am meisten Sinn macht. Vielleicht erkennen Sie sich wieder.
Ihr großer Vorteil: 35 Jahre Zeit. Mit einer fondsgebundenen Vorsorge mit Aktien-Komponente nutzen Sie den Zinseszins voll aus. Schon kleine Sparraten bringen über die Laufzeit ein deutliches Polster. Plus: PZV als Beimischung für die staatliche Prämie.
Fondsgebunden + PZVDie Pensionslücke ist bei Selbstständigen besonders groß . die SVS-Pension liegt oft deutlich unter der ASVG-Pension. Sinnvoll: Kombination aus PZV für die staatliche Prämie und fondsgebundener Lebensversicherung für die Rendite-Chance über 25 Jahre.
Selbstständig · KombinationWichtig: überhaupt anfangen. Auch 50 € im Monat machen über 30 Jahre einen Unterschied. Sinnvoll: günstige Sparrate jetzt, mit eingebauter Dynamik (jährliche Erhöhung um 3–5 %), die mitwächst, wenn Sie mehr verdienen.
Klein starten · Dynamik einbauenEigene Sparform auf den Namen des Kindes, ob für Studium, Auto oder Wohnungs-Anzahlung. Möglichkeiten: Bauspar, PZV oder eine fondsgebundene Lösung mit langer Laufzeit. Welche passt, hängt vom Risikoprofil und vom Zielzeitpunkt ab.
Sparen für KinderIn dieser Phase steht Sicherheit vor Rendite. Eine konservativere Variante mit Garantie-Komponente schützt vor Markt-Schwankungen kurz vor Auszahlung. Ergänzend: prüfen, ob eine Verrentung (lebenslange Auszahlung) statt Einmalbetrag in Ihrer Situation Sinn macht.
Pensions-nah · konservativAuf dem Sparbuch verliert das Geld real Jahr für Jahr an Wert. Sinnvoll: Einmalerlag in eine fondsgebundene Lebensversicherung. Damit nutzen Sie Aktien-Renditen, haben aber den Versicherungs-Mantel mit steuerlichen Vorteilen. Voraussetzung: langer Atem (mind. 10 Jahre).
Einmalerlag · fondsgebundenWas ich meinen Kunden empfehle, auch wenn die Versicherung das nicht so gerne hört.
Wer mit 25 startet, kommt mit einer kleinen monatlichen Sparrate aus. Wer mit 45 beginnt, muss das Vier- bis Fünffache aufwenden, um aufs gleiche Endkapital zu kommen. Der Zinseszins macht den Unterschied. Nicht die Höhe der Rate.
Eine automatische jährliche Erhöhung der Sparrate um 3–5 % gleicht aus, dass Geld an Kaufkraft verliert. So bleibt Ihre Vorsorge real wertstabil, ohne dass Sie sich selbst dran erinnern müssen.
Ein Mix aus klassisch + fondsgebunden + PZV ist meistens optimal. Sicherheit, Rendite-Chance und Steuervorteil, drei Bausteine, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Welche Mischung in Ihrer Situation passt, rechnen wir gemeinsam aus.
Wenn die Märkte fallen, ist der häufigste Fehler: aussteigen. Genau dann verlieren Sie real. Wer durchhält, fährt langfristig fast immer besser. Langer Atem ist Pflicht, sonst gehört fondsgebunden nicht in Ihr Depot.
4,25 – 5,25 % staatliche Prämie auf Beiträge bis zu 3.046 € jährlich (Stand 2024). KESt-frei. Das ist eine Förderung, die jedem Steuerzahler offen steht. Und trotzdem nutzen sie viele nicht.
Familienzuwachs, Gehaltssprung, Hausbau, neue Gesetze, vieles macht Anpassungen sinnvoll. Spätestens alle drei Jahre gehört Ihr Vorsorge-Plan auf den Prüfstand. Ich melde mich proaktiv, wenn etwas zu tun ist.
Drei Hauptformen privater Vorsorge, jede mit ihrer eigenen Logik. Welche zu Ihnen passt, hängt von Alter, Risikoneigung und Sparziel ab. Meistens ist es eine Kombination.
Klassische Lebensversicherung mit garantierter Mindest-Verzinsung. Sie wissen schon heute, was am Ende mindestens herauskommt. Dafür: niedrigere Erträge. Solides Fundament, keine Überraschungen.
Fondsgebundene Lebensversicherung. Ihr Geld arbeitet an den Kapitalmärkten. Höhere Rendite-Chance, aber auch Risiko. Kurzfristige Schwankungen muss man aushalten, langfristig (15+ Jahre) liegen Aktien historisch klar vorn.
Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge mit staatlicher Prämie + KESt-Befreiung. Gesetzlich definiertes Produkt, das jedem Steuerzahler offensteht. Beitrags-Obergrenze pro Jahr, aber bis dahin: einfach mitnehmen.
Die staatliche Pension liegt für viele Berufsgruppen bei 50–65 % des letzten Aktivgehalts, bei Selbstständigen oft noch deutlich darunter. Wer nicht zusätzlich vorsorgt, hat im Alter spürbar weniger zur Verfügung als im Berufsleben.
Die Auszahlungsform. Einmalbetrag vs. lebenslange Rente, hat steuerliche und versorgungs-strategische Konsequenzen. Vorher gemeinsam durchrechnen.
Danach kann man nicht mehr wechseln. Ich nehme mir die Zeit, beide Varianten konkret durchzuspielen, mit Ihrer persönlichen Steuersituation und Lebenssituation.
Eine pauschale Antwort ist hier ehrlich gesagt unsinnig. Es hängt ab von Ihrem aktuellen Alter, Ihrem Einkommen, Ihrer staatlichen Pensions-Erwartung und Ihrem Wunsch-Lebensstandard im Alter.
In einem ersten Termin rechnen wir Ihre persönliche Pensionslücke aus, und daraus ergibt sich, welche Sparrate wirklich passt. Faustregel: lieber heute mit kleinerer Rate anfangen, als auf den perfekten Moment warten.
Es gibt kein „besser". nur „passender". Klassisch heißt: Garantie, niedrigere Rendite, planbar. Fondsgebunden heißt: höhere Rendite-Chance, aber Schwankungen, langer Atem nötig.
Faustregel: Je länger die Laufzeit (15+ Jahre) und je jünger Sie sind, desto eher fondsgebunden. Je näher die Pension, desto eher klassisch oder konservativ. In der Praxis ist eine Kombination meist die beste Lösung.
Ein gesetzlich definiertes Vorsorge-Produkt mit staatlicher Prämie (aktuell 4,25 – 5,25 %) auf Ihre Beiträge bis zu einer jährlichen Obergrenze (2024: 3.046 €). Erträge sind KESt-frei, wenn die Auszahlung als Rente erfolgt.
Voraussetzung: mindestens 10 Jahre Laufzeit, Aktien-Quote in einem gewissen Korridor. Für die meisten Steuerzahler ein lohnender Baustein neben der Hauptvorsorge.
Ja, aber mit angepasster Strategie. Die Sparrate muss höher sein, weil weniger Zeit für Zinseszins bleibt. Und die Veranlagung sollte konservativer sein, weil Sie keine 30 Jahre mehr haben, um Markt-Schwankungen auszusitzen.
Gerade in dieser Lebensphase ist die PZV ein starker Baustein (staatliche Prämie kommt sofort) und ergänzend eine konservative klassische Variante mit Garantie.
Bei fondsgebundener Vorsorge: Schwankungen sind normal. Wer 15+ Jahre Laufzeit hat, sitzt Krisen aus. Historisch hat sich der Markt nach jeder Krise wieder erholt und neue Höchststände erreicht.
Wichtig: nicht in Panik verkaufen. Wer im Tief aussteigt, realisiert den Verlust. Kurz vor Pensionsantritt sollten Sie ohnehin in eine konservativere Variante umschichten. Das planen wir frühzeitig.
Bei klassischer und fondsgebundener Lebensversicherung: ja, aber meist mit Verlusten. Abschlusskosten sind verteilt auf die Laufzeit, eine vorzeitige Auflösung kostet.
Bei PZV ist es strikter geregelt: Vorzeitige Auszahlung bedeutet, dass die staatliche Prämie zurückgezahlt werden muss und Sie KESt nachzahlen. Im Klartext: die PZV ist kein Notgroschen, sondern Vorsorge fürs Alter.
Bei den meisten Vorsorge-Produkten erhalten Ihre Hinterbliebenen die bis dahin angesparten Beiträge samt Erträge ausbezahlt. Bei der PZV greift in der Regel ebenfalls eine Auszahlung an die Bezugsberechtigten.
Wichtig: Bezugsberechtigte aktuell halten, wer namentlich eingetragen ist, bekommt das Geld schneller und am Verlassenschaftsverfahren vorbei. Das prüfen wir beim regelmäßigen Check-up gemeinsam.
Bei klassischer und fondsgebundener Vorsorge innerhalb des Versicherungs-Mantels: Erträge sind während der Laufzeit nicht steuerpflichtig, bei Auszahlung differenziert (Einmalauszahlung vs. Verrentung steuerlich unterschiedlich behandelt).
Bei PZV: KESt-frei bei Rentenauszahlung, Beiträge sind nicht absetzbar (dafür gibt's die staatliche Prämie). Ich bespreche jeden Fall vor Abschluss konkret. Und für Detail-Fragen gibt's die Empfehlung an Ihren Steuerberater.
Sie können das selbst nachschauen, auf pensionsversicherung.at finden Sie Ihren persönlichen Pensionskonto-Auszug. Da steht, was Sie zum heutigen Stand bekommen würden.
Realistischerweise: für Angestellte oft 50–65 % des letzten Aktivgehalts, für Selbstständige (SVS) meist deutlich weniger. Die Differenz zwischen dieser Zahl und Ihrem tatsächlichen Bedarf im Alter ist Ihre Pensionslücke . und genau die schließen wir mit privater Vorsorge.
Mit Ihrem Einkommen, Ihrer staatlichen Pensions-Erwartung, Ihrem Wunsch-Lebensstandard. Daraus leiten wir ab, welche Mischung aus klassisch, fondsgebunden und PZV in Ihrer Lebenssituation passt.
Familienzuwachs, Gehaltssprung, neue gesetzliche Regelung, neue Förderung, wenn etwas Ihre Vorsorge betrifft, sage ich Ihnen Bescheid. Und wir passen an, ohne dass Sie selbst dran denken müssen.
Ich rechne Ihre Pensionslücke aus und zeige, welche Sparform in Ihrer Lebenssituation am meisten Sinn macht. Kostenlos, unverbindlich.
Eine Sparte, ein Ansprechpartner, ich.